«Ohrfeige für Kinder- und Jugendverbände»: Stellungnahme zum neuen Kinder- und Jugendförderungsgesetz

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Der Bundesrat hat heute seine Botschaft für das neue Kinder- und Jugendförderungsgesetz KJFG verabschiedet. Die drei grössten Kinder- und Jugendverbände der Schweiz – Jungwacht Blauring, Pfadibewegung Schweiz und Cevi – nehmen dazu Stellung in ihrer gemeinsamen Medienmitteilung.
Die Schweizer Kinder- und Jugendverbände Jungwacht Blauring, Pfadibewegung Schweiz und Cevi begrüssen grundsätzlich die Totalrevision des Kinder- und Jugendförderungsgesetzes. Mit den vorgesehenen Unterstützungsbeiträgen bleiben die Verbände aber auf der Strecke. Sie werden in Zukunft sogar noch weniger finanzielle Mittel erhalten als bisher. Der Bundesrat gefährdet damit nicht nur die Arbeit der drei Verbände, sondern auch die Umsetzung der Reform. Die Verbände fordern mehr Geld für ihre wertvolle
Arbeit in der Gesellschaft.

120’000 Kinder und Jugendliche engagieren sich in den drei grössten Kinder- und Jugendverbänden der Schweiz, Jubla, Pfadi und Cevi. Diese leisten mit ihren Freiwilligen einen gesellschaftlich wertvollen Beitrag. Dass dieses gemeinnützige Engagement durch die Totalversion des Bundesgesetzes über die Förderung der ausserschulischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen anerkannt und gewürdigt wird, begrüssen die drei grössten Schweizer
Kinder- und Jugendverbände.
Nicht akzeptabel dagegen sind die für die Verbandstätigkeit vorgesehenen Finanzmittel. Diese fallen in Zukunft sogar noch tiefer aus als bislang. Gleichzeitig weitet der Bundesrat die Zahl der Anspruchsgruppen für die Vergabe der Gelder aus. Viele dieser neu anspruchsberechtigten Gruppen basieren auf bezahlten Strukturen. Damit werden die auf Freiwilligenarbeit basierenden Kinder- und Jugendverbände gleich auf mehreren Ebenen
benachteiligt und bleiben damit in finanzieller Hinsicht auf der Strecke. Die Leistungen der Kinder- und Jugendverbände werden in keinster Weise angemessen gewürdigt. Sie leisten Millionen von Freiwilligenstunden und vervielfachen dadurch jeden Franken des Bundes. Die Verbände leisten mit ihrer Präventions- und Integrationsarbeit einen unschätzbaren Beitrag für eine starke Zivilgesellschaft. Sie helfen Kindern und Jugendlichen zu eigenverantwortlichen und aktiven Persönlichkeiten zu werden, die sich ihrerseits für und in der Gesellschaft engagieren.
Jungwacht Blauring Schweiz, die Pfadibewegung Schweiz und der Cevi Schweiz fordern, dass der Bundeskredit zur Förderung von Kindern und Jugendlichen in der Schweiz mindestens verdoppelt wird. Die Verbände müssen bei der Vergabe der finanziellen Mittel prioritär behandelt werden. Andernfalls muss die finanzielle Unterstützung von Gemeinden und Kantonen gestrichen werden. Mit dem vorgesehenen Kredit lassen sich die im Gesetz beschriebenen Massnahmen und Umsetzungsvorschläge zudem kaum realisieren.
Kontakt: Myriam Heidelberger Kaufmann, Cevi Schweiz,
Geschäftsführerin, 044 213 20 40;
Autor: Felix Furrer     Bereitgestellt: 17.09.2010    
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