Gemeinsam lernen, gemeinsam gestalten

von Felix Furrer

Für den Cevi Schweiz nahmen wir zu zweit teil: Matthias Widmer v/o Kowalski aus dem Vorstand und Nora Bandixen v/o Sambra von der Geschäftsstelle.

Im Capacity Building Workshop haben 12 Vertreter*innen aus 9 YMCAs Europas teilgenommen. Im Zentrum standen die Organisationskultur und die Stärken und Schwächen der jeweiligen nationalen Bewegung. WIE wir zusammenarbeiten, prägt nicht nur unseren Arbeitsalltag, sondern auch die Wirkung des Cevi. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern anderer YMCA-Bewegungen haben wir untersucht, wie sich die Gesundheit einer Organisation beurteilen lässt. Dazu haben wir einen sogenannten Health Check auf den Cevi Schweiz und die anderen anwesenden YMCAs angewendet, die Ergebnisse ausgetauscht, verglichen und voneinander gelernt. Selbstverständlich haben wir auch geschaut, wie wir die gewonnenen Erkenntnisse in konkrete Entwicklungspläne übersetzen können. Dieser Prozess soll nun im Gespräch mit Mitarbeitenden, Vorstand und Mitgliedern weitergeführt werden.

Besonders spannend könnte es sein, den Health Check künftig allen Vereinen im Cevi zugänglich zu machen. Wo stehen wir heute und wo möchten wir uns weiterentwickeln? Mit unseren unterschiedlichen Stärken und Herausforderungen können wir viel voneinander lernen!

Community Forum im europäischen Parlament

Das Community Forum im europäischen Parlament am zweiten Tag der Weiterbildung zeigte eindrücklich, wie gross die Herausforderungen bei der Integration von Geflüchteten und Menschen mit Migrationshintergrund in Europa sind. Gleichzeitig wurde sichtbar, wie vielfältig die Lösungsansätze sind. YMCA-Organisationen und ihre Partner entwickeln gemeinsam mit den betroffenen Menschen Angebote, die auf die jeweiligen Bedürfnisse vor Ort abgestimmt sind. Dabei wurde immer an beide Seiten gedacht: Neuankömmlinge und lokale Gemeinschaften. Es entstanden inspirierende Beispiele: Gemeinschaftsgärten schaffen Begegnungsräume, mobile Treffpunkte bieten einfach zugängliche, sichere Begegnungsorte, und praktische Unterlagen erleichtern Orientierung und Kommunikation für alle Beteiligten.

Für den Cevi Schweiz wurde dabei erneut deutlich, welche Stärken unsere Bewegung mitbringt. Mehr als die meisten anderen bieten wir konsequent starke Beteiligung junger Menschen an Entscheidungsprozessen auf allen Ebenen. Gleichzeitig haben wir Potenzial entdeckt, uns weiterzuentwickeln in diesem Bereich und bewusst über unsere Willkommenskultur nachzudenken.

Dankbar für neue Perspektiven

Die beiden Tage haben neue Perspektiven eröffnet, wertvolle Kontakte geschaffen und frische Impulse für unsere Arbeit mitgebracht. Besonders für die Fachgruppe «Interkulturelle Öffnung» (ikÖ) bieten die vorgestellten Ansätze zur Gemeinschaftsbildung inspirierende Anregungen. Mögen sie dazu beitragen, im Cevi weiterhin Begegnungen zu ermöglichen, die Offenheit fördern und die Freude an der Vielfalt unserer Welt wachsen lassen.

Interesse daran, mitzuarbeiten? Melde dich für die Fachgruppe ikÖ beim Cevi Schweiz unter cevi@cevi.ch!

Zum vollständigen Rückblick des YMCA Europe gelangst du übrigens hier.

 

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