NGS Forum EYMCA 2025
von Felix Furrer Cevi CH
Das 12. Nationale Generalsekretärsforum brachte vom 10.–12. November in Helsinki 24 Führungskräfte aus ganz Europa zusammen unter der warmherzigen Gastfreundschaft des YMCA Finnland.
Einundzwanzig nationale Generalsekretär:innen nahmen persönlich teil, weitere Kolleginnen waren online zugeschaltet. Die Agenda war ambitioniert und sollte einen Überblick geben über das Gros der wichtigsten Diskussionen, die zurzeit geführt werden.
In der Eröffnungssitzung wurden neue Kolleginnen aus Dänemark (Gritt Rhinstrøm), der Ukraine (Victoria Trofimova) und der Schweiz (Nora Bandixen) vorgestellt.
Es folgte ein Empfang des YMCA Finnland mit hochrangigen Gästen, darunter der Minister für Jugend, Sport und körperliche Aktivität, Mika Poutala, der Bischof von Helsinki, Teemu Laajasalo, dem Präsidenten des YMCA Helsinki, sowie Vorstandsmitglieder und Mitarbeitende des YMCA Finnland und des YMCA Helsinki.
Dies bot einen wunderbaren Moment, den Einfluss des YMCA in ganz Europa und weltweit zu präsentieren. Ganz besonders im Zentrum stand die Zusammenarbeit des YMCA Finnland mit dem YMCA Ukraine, die gemeinsam die Jugend in der Ukraine befähigen wollen und mit ihnen zusammen Wege erarbeiten, die Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft wieder zu finden – auch oder eben gerade in der zurzeit unglaublich schwierigen Situation.
Das Programm begann mit einer den opening reflections, geleitet von Nora Bandixen vom YWCA YMCA Schweiz. Im Zentrum standen dabei die Vielfalt der Bewegung, die einer gemeinsamen Identität nicht im Wege steht, sondern sie oft sogar speist – getragen von der Vision einer guten Zukunft und von ganz konkreten, gemeinschaftlichen Problemlösungsskills.
Darauf folgte ein dichtes Programm zu den Themen, welche die YMCA Bewegung in Europa zurzeit bewegen. Dies beinhaltete zu Beginn eine umfassende Präsentation des Leistungs-Dashboards des YMCA Europe, das die Wirkung der Investitionen für die nationalen Bewegungen aufzeigte und einen ganzheitlichen Überblick über die den Mitgliedern bereitgestellten Dienstleistungen bot.
Juan Simoes Iglesias und Carlos Sanvee, Generalsekretäre des YMCA Europa und der Welt-YMCA, leiteten eine partizipative Sitzung über die Beziehung zwischen regionaler und globaler Ebene. Sie betonten die bereits erreichten Schritte im Rahmen des „One Movement“-Dialogs, die Notwendigkeit weiterer Abstimmung, einer effizienten Ressourcennutzung sowie der nächsten Schritte in dieser Koordination im Sinne von Vision 2030.
Razvan Sassu, Leiter Strategie & Politik der Welt-YMCA, stellte den „Pathway to 2044“ vor und sprach über den langfristigen Strategieprozess des YMCA sowie über unsere gemeinsamen Aufbaubemühungen unter den YMCAs.
Peter Dinsdale, CEO des YMCA Kanada, schaltete sich online zu und lud die Teilnehmenden zum 21. Weltkongress in Toronto im Juli 2026 ein.
Thomas Valentine, Vizepräsident für globale Beziehungen und Community Engagement des YMCA USA, reflektierte über die sich weiterentwickelnde Zusammenarbeit zwischen YMCA USA und YMCA Europe unter den Herausforderungen der aktuellen Entwicklungen.
Die Agenda richtete sich anschliessend auf wichtige bevorstehende Meilensteine aus, darunter die neue Matrix für die nationalen Beiträge, Governance-Prozesse und Reflexionen über den sozio-politischen Kontext in Europa. Eine Diskussion über die christliche Identität eröffnete Raum für offenen und nachdenklichen Austausch über das Erbe und die heutige Mission des YMCA. Dabei wurden die Schritte des YMCA Finnland von der Tikkurila-Erklärung zu den neuen Werten des YMCA Finnland vorgestellt und boten Raum für Einblicke und Updates verschiedener nationaler Bewegungen hinsichtlich ihrer eigenen internen Prozesse.
Die Entwicklungen und Diskussionen auf regionaler und weltweiter Ebene sind spannend und zukunftsweisend, auch für unser Engagement als YWCA YMCA Switzerland in der weltweiten Bewegung. Wo wollen und können wir uns engagieren? Welche Inspiration ziehen wir aus den internationalen Diskussionen für den CEVI? Was für Chancen bieten sich für gewinnbringende Zusammenarbeit? Wie positionieren wir uns als CEVI innerhalb der grössten Jugendbewegung der Welt? Es sind Fragen, die uns wieder und hoffentlich wiederholt begleiten und auf unseren Zehenspitzen halten – mögen wir immer wieder die Netzwerke, den Austausch und die Begegnungen im YMCA finden, die uns auch ein Stück weiterbringen.
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