Projekt Kindeswohl: ein Rückblick
von Felix Furrer
«Train the Trainer»-Schulung - Einführung Verhaltenskodex Nähe und Distanz
Ende Februar haben rund 60 Personen aus allen Regionalverbänden an der «Train-the-Trainer»-Schulung teilgenommen. Cevianer:innen mit unterschiedlichen Rollen – seien es regionale Präventionsgruppen, Abteilungsleitende oder Jugendarbeitende – haben den Verhaltenskodex kennengelernt. Zunächst ging es darum, den Inhalt und die sieben Standards zu verstehen. Anschliessend wurden Ideen ausgetauscht, wie diese im Cevi-Alltag verankert werden können. Zum Schluss ging es darum, wie der Verhaltenskodex weitervermittelt wird. Denn die Teilnehmenden werden nun in den Regionalverbänden selbst Schulungen durchführen.
Dafür haben sie verschiedene Hilfsmaterialien kennengelernt, unter anderem die neue App «CondAct», in der der Kodex nun hinterlegt ist und interaktiv durchgespielt werden kann. Ebenfalls wurde ein Merkblatt eingeführt, das Leitenden eine Hilfestellung gibt, wie sie bei Verstössen gegen den Verhaltenskodex vorgehen können.
Austausch zum neuen Meldeschema – damit Meldungen ernst genommen werden
Wie gehen wir vor, wenn die Prävention nicht reicht? Wo können sich Cevianer:innen melden, und wie verlaufen die verschiedenen Stufen einer Meldung? Das Meldeschema des Cevi Schweiz bei Irritationen, Vermutungen oder Verdacht auf sexuelle Ausbeutung setzt auf bewährte Strukturen im Cevi-Alltag und ist ähnlich wie das Krisenkonzept aufgebaut.
Anfang März haben sich rund 50 regionale Verantwortungspersonen zum neuen Meldeschema ausgetauscht. Sie haben diskutiert, wie künftige Meldungen entgegengenommen, eingeordnet und begleitet werden können. Dabei stand im Zentrum zu wissen, wer wann zuständig ist und welche Fachstellen zu welchem Zeitpunkt eingeschaltet werden.
Ende der Projektstelle Kindeswohl – Es hat die Bewegung näher zusammengebracht
Die zweijährige Projektstelle ist Ende März zu Ende gegangen. Das Projekt war während der ganzen Zeit in der Bewegung sichtbar und hat uns rund um ein gesellschaftlich wichtiges Thema zusammengebracht. Sonja hat die Regionen abgeholt und sie aktiv einbezogen. Das hat dazu geführt, dass die Ergebnisse nützlich sind und die Hilfsmittel nahe an der Alltagsrealität der Abteilungen liegen.
Wir möchten uns an dieser Stelle für die tatkräftige Unterstützung aller Beteiligten in den Regionen, der Fachgruppe Kindeswohl sowie bei den Expert:innen von Limita und Idée Sport für ihre wertvolle Begleitung bedanken. Möglich gemacht wurde dieses Projekt durch die finanzielle Unterstützung der Paul Schiller Stiftung. Der grösste Dank gilt Sonja Hirt, die dieses Projekt mit ihrer animierenden Persönlichkeit geprägt und durch ihr Fachwissen sowie ihre Ausdauer zum Erfolg gebracht hat.
Präventionsarbeit geht weiter
Die Cevi-Bewegung ist nun mit vielen Hilfsmitteln und gestärkten Strukturen ausgestattet, um das Kindeswohl ins Zentrum unserer Arbeit zu stellen. Die Präventionsarbeit muss jedoch weitergelebt werden – durch das wiederholte Thematisieren an der Basis. Dabei zählen wir auf eure Unterstützung!
Und wer die Präventionsarbeit auf nationaler Ebene weiterprägen möchte: Die Fachgruppe Kindeswohl ist weiterhin auf der Suche nach motivierten Mitgliedern. Melde dich bei kindeswohl@cevi.ch.
Einen Kommentar schreiben